16.03. bis 20.03.2026
Im Rahmen des Erasmus+ - Projekts „Wear the change“ verbrachten wir eine erlebnisreiche Woche mit unserer Partnerschule, dem Collège Nina Simone aus Lille. 20 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich kamen zusammen, um sich kennenzulernen, gemeinsam zu arbeiten – und dabei auch einen neuen Blick auf das Thema Nachhaltigkeit zu gewinnen.
Schon am ersten Tag wurde schnell klar: Hier geht es nicht nur ums Zuhören, sondern ums Mitmachen. In deutsch-französischen Teams beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie unsere Kleidung eigentlich produziert wird und welche Folgen das für Mensch und Umwelt hat. Dabei wurde viel diskutiert, verglichen und auch über das eigene Konsumverhalten nachgedacht. Besonders greifbar wurde das Thema, als aus alten Materialien eigene Patches gestaltet wurden – kleine kreative Ergebnisse mit großer Aussage.
Auch bei den gemeinsamen Ausflügen spielte Nachhaltigkeit immer wieder eine Rolle. Beim Besuch des Halloren-Museums in Halle ging es nicht nur um die Geschichte der Schokolade, sondern
auch darum, woher Rohstoffe wie Kakao kommen und welche Wege sie zurücklegen. In der anschließenden Schokoladenwerkstatt konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden – und ganz nebenbei darüber nachdenken, wie bewusst wir eigentlich konsumieren.
Ein ganz anderer Blick auf unsere Welt eröffnete sich im Planetarium. Beim „Blick von außen“ auf die Erde wurde vielen noch einmal deutlich, wie besonders und zugleich verletzlich unser Planet ist – ein Eindruck, der in Gesprächen danach immer wieder aufgegriffen wurde.
Neben solchen Momenten gab es aber auch viele Gelegenheiten, einfach Zeit miteinander zu verbringen: bei der Stadt- und Schulrallye, im Unterricht oder beim gemeinsamen Essen. Gerade diese ungezwungenen Situationen machten den Austausch besonders – hier wurde gelacht, ausprobiert, manchmal auch nach Worten gesucht und am Ende doch immer ein Weg gefunden, sich zu verstehen.
Zum Abschluss präsentierten die deutsch-französischen Teams ihre Ergebnisse und hielten fest, was sie in der Woche gelernt und erlebt hatten. Dabei wurde deutlich, wie viele unterschiedliche Perspektiven zusammengekommen sind – und wie viel man voneinander lernen kann. Was bleibt, sind viele neue Erfahrungen, ein geschärfter Blick auf den eigenen Alltag – und vor allem Erinnerungen an eine Woche, in der aus einer Gruppe schnell eine Gemeinschaft wurde.
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Autor: V. Fischer
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Autor: V. Fischer
Zusätzliche Informationen: Fotos von V. Fischer
23.03. bis 26.03.2026
Im Rahmen eines weiteren Erasmus+-Austauschs beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Ludwigsgymnasiums gemeinsam mit einer Partnerschule aus Marseille intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus. Ausgangspunkt der Woche war das Werk „Die Welle“, das als Einstieg diente, um grundlegende Fragen zu Macht, Gruppendynamik und gesellschaftlicher Verantwortung zu diskutieren.
Bereits am ersten Tag arbeiteten die deutschen Schülerinnen und Schüler an zentralen Grundlagen des Nationalsozialismus und schauten gemeinsam den Film „Die Welle“. Schnell wurde deutlich, wie aktuell die darin aufgeworfenen Fragen auch heute noch sind: Warum folgen Menschen autoritären Strukturen? Wie entstehen Ausgrenzung und Gruppenzwang? Und könnte so etwas auch heute wieder passieren?
Am zweiten Tag trafen die französischen Gäste in Köthen ein. Nach einer ersten Begegnung und einer Schulführung kamen alle in der Aula zusammen. Besonders eindrucksvoll war die Aufführung eines Theaterstücks durch die französischen Schülerinnen und Schüler, das sich auf kreative Weise mit den Themen der Woche auseinandersetzte. In der anschließenden Diskussion wurde gemeinsam über Inhalte, Eindrücke und unterschiedliche Perspektiven gesprochen. Am Nachmittag führte eine Ausstellung zum Nationalsozialismus in Köthen die Thematik direkt vor Ort weiter und machte Geschichte greifbar.
Ein besonders intensiver Tag folgte mit der Exkursion zur Gedenkstätte Buchenwald. Vor Ort wurde die Auseinandersetzung mit der Geschichte noch einmal auf eine ganz andere Ebene gehoben. Viele Eindrücke wirkten nach und wurden im Anschluss gemeinsam reflektiert – ein Moment, der bei vielen nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Fahrt nach Berlin. Zwischen Museumsbesuchen und einem Stopp am Brandenburger Tor wurde noch einmal deutlich, wie eng Geschichte, Erinnerungskultur und Gegenwart miteinander verbunden sind.
Die Woche war geprägt von offenen Gesprächen, nachdenklichen Momenten und einem intensiven Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern. Dabei ging es nicht nur um historisches Wissen, sondern auch um die Frage, welche Verantwortung jede und jeder Einzelne heute trägt. So blieb am Ende nicht nur ein besseres Verständnis für die Vergangenheit, sondern auch viele Denkanstöße für die Gegenwart.
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Autor: V. Fischer
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