Oper um elf
Die Klassen 6d und 6e nutzten einen Exkursionstag um mal in die Oper zu gehen.
Vorher jedoch gab es noch einen wunderbaren Spaziergang durch das Georgium in Dessau. Im Biologieunterricht hatten die Schüler und Schülerinnen sich mit dem Thema Auenwald und speziell für die Jahreszeit, Frühblüher beschäftigt.

Frau Just informierte uns über die Besonderheiten des Dessau -Wörlitzer Gartenreichs, welches zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, und in einer Reihe mit Stonehenge oder dem Taj Mahal steht. Wir lernten etwas über den Unterschied zwischen einem barocken und einem englischen Garten.
Danach ging es in die Oper. Speziell für Kinder hat das Anhaltische Theater „Der Barbier von Sevilla“ adaptiert. Durch die Vorbereitung von Frau Dietze im Musikunterricht war es nicht so schwer, der in italienischer Sprache gesungenen Aufführung zu folgen.

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung und für viele eine recht ungewöhnliche Erfahrung, Theater auf eine ganz andere Art zu erleben.
JtO - Fußball
Am 01.06.2023 fand das Landesfinale Fußball der WK II Mädchen im Schulsportwettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ in Magdeburg statt.
In einem 3-er Turnier belegte die Mannschaft vom Ludwigsgymnasium Köthen mit einem Sieg und einer Niederlage den 2. Platz in Bundesland Sachsen-Anhalt.
Weitere teilnehmende Mannschaften waren neben unserer Schule die Vertretungen von der Sportsekundarschule Magdeburg und vom Gymnasium Sangerhausen.
Gegen die Sportschule aus Magdeburg bestritten unsere Mädchen das erste Turnierspiel. Die Partie gegen den Turnierfavoriten konnte lange Zeit mit Einsatz und Laufkraft offen gehalten werden. Jedoch mussten aufgrund einiger Defensivfehler und schwindender Kondition immer wieder Gegentore verkraftet werden, sodass am Ende eine 1:6 Niederlage zu Buche stand. Sehenswert aber war das zwischenzeitliche Freistoßtor von Milla Böhme zum 1:3.
Das zweite Spiel gegen Sangerhausen dominierten unsere Mädels von Beginn an und zeigten ein gereiftes gruppen- und mannschaftstaktisches Zusammenspiel. Mit dem 4:0 Endstand gewannen wir den 2. Platz im Turnier, ein sehr beachtenswerter Erfolg.

JtO - Floorball
Am 15.06.2023 fand das Landesfinale Floorball der WK III Mädchen + WK II Jungen im Schulsportwettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ inWeißenfels statt.
In einem 3-er Turnier belegte die Mannschaft der WK III Mädchen vom Ludwigsgymnasium Köthen mit einem Sieg und einer Niederlageden erfolgreichen 2. Platzim Bundesland Sachsen-Anhalt.
Weitere teilnehmende Mannschaften waren neben unserer Schule die Vertretungen vom Goethe-Gym. Weißenfels (4:13) und vom Gymnasium Beetzendorf (3:2). (Spielergebnisse in Klammern)
Ebenfalls in einem 3-er Turnier belegte die Mannschaft der WK II Jungen vom Ludwigsgymnasium Köthen mit zwei Siegen den 1. Platz im Bundesland Sachsen-Anhalt. Eine tolle Leistung!
Weitere teilnehmende Mannschaften waren neben unserer Schule die Vertretungen vom Gym. Ballenstedt (8:4) und vom Gymnasium Beetzendorf (1:1). (Spielergebnisse in Klammern)
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JtO - Hockey Landesfinale
Am 20.06.2023 fand das Landesfinale Hockey der WK III Mädchen + WK III Jungen im Schulsportwettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ in Köthen statt.
In einem 4-er Turnier belegte die Mannschaft der WK III Mädchen vom Ludwigsgymnasium Köthen mit drei Siegen den sehr erfolgreichen 1. Platz im Bundesland Sachsen-Anhalt...
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Am 20.06.2023 fand das Landesfinale Hockey der WK III Mädchen + WK III Jungen im Schulsportwettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ in Köthen statt.
In einem 4-er Turnier belegte die Mannschaft der WK III Mädchen vom Ludwigsgymnasium Köthen mit drei Siegen den sehr erfolgreichen 1. Platz im Bundesland Sachsen-Anhalt...
Beide Mannschaften fahren als Sachsen-Anhalt-Meister im Herbst zum Bundesfinale nach Berlin, um dort unsere Schule/unser Bundesland erfolgreich zu vertreten.
"Gurt an, Helm auf"
„Gurt an, Helm auf“ hieß es am 07. Juni 2023 im Projekt „Getragen wagen“ in der Marienkirche in Bernburg. Für die 6A ging es bis unters Dach der Kirche. Aufgebaut war ein Hochseilgarten mitten im Kirchenschiff. Es ging um Perspektivwechsel, Spaß, Vertrauen und natürlich die Gemeinschaft. Neben diesen Aspekten kam auch der Sport nicht zu kurz, einige bewiesen viel Mut und konnten über sich hinauswachsen. Alle Teilnehmer fanden, dass das Projekt interessant und abwechslungsreich war.
U. Sedelky

Faust to go
Faust to go - eine verständliche Kurzfassung?
Am 22.3.2023 wurde in unserer Schule „Faust to go“ von Theaterlandschafft e.V. aus Thale/ Friedrichsbrunn mit nur zwei Darstellern, Kerstin Dathe und Karl Karliczek, aufgeführt. In der Vorstellung wurden alle Hauptinhalte des Dramas „Faust“ von Johann Wolfgang Goethe kurz und knapp sowie auch leichter verständlich dargestellt.
Faust, ein mittelalterlicher Wissenschaftler, verbündet sich mit Mephisto, der ihn immer wieder in Versuchung bringt, um ihn vom rechten Wege abzubringen. Fausts Ziel ist es zu erkennen, was die „Welt im Innersten zusammenhält“. Dabei werden auch gesellschaftliche Probleme des 18. Jahrhunderts aufgezeigt.
Besonders an der Vorführung war das relativ einfach gehaltene Bühnenbild, welches dennoch eine große Vielfalt an Handlungsorten darbieten konnte. Ebenso beeindruckend war die Umsetzung des Schauspiels durch nur zwei Darsteller, welche sich schnell in die verschiedenen Rollen der handelnden Personen hineinversetzen mussten und konnten. Erwähnenswert ist auch die sehr gut dargestellte Verjüngung des Fausts direkt vor den Augen des Publikums. Ungewöhnlich waren die einzelnen modernen Einflüsse, die „Faust“ als ein immer noch aktuelles Drama kennzeichnen sollten. Diese haben jedoch öfter für Verwirrung gesorgt.
Die Aufführung „Faust to go“ ist durchaus geeignet, um den groben Handlungsverlauf besser zu verstehen. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn der Inhalt von Goethes Schauspiel bereits bekannt ist.
Anne, Anabel, Florence aus dem Leistungskurs Deutsch
Faust für unterwegs – eine alte Geschichte neu erzählt
Eine Aufführung der Theaterlandschafft e.V. versuchte, auf kreative und moderne Art und Weise Goethes Schauspiel „Faust“ vorzustellen. Darin zeigen die Schauspieler Kerstin Dathe und Karl Karliczek die Geschichte von Heinrich Faust, der sich mit dem Teufel Mephisto anlegt und mit diesem eine Wette schließt. In dieser Aufführung wird aber nicht nur seine Geschichte erzählt, sondern auch die doch recht schwere Handlung sinnvoll verkürzt, um diese auch für die jüngeren und mit dem „Faust“ nicht so vertrauten Menschen verständlich zu machen.
Das Stück hat mich wahrlich begeistert mit seinen knappen, doch sehr mobilen und vielseitigen Bühnenrequisiten. Es überzeugt vor allem durch seine hervorragenden Schauspieler und den kreativen Einsatz der verfügbaren Requisiten. Auch der genial inszenierte Wechsel der Charakterkostüme macht dieses Stück zu einem wahren Genuss.
Ich kann diese Aufführung für die nächsten Jahrgänge nur wärmstens empfehlen.
Anton, Klasse 12
Rezitatorenwettstreit
Wie alljährlich fand auch in diesem Schuljahr der Rezitatorenwettstreit am Ludwigs-gymnasium statt. Am 27.3.2023 stellten sich die besten Rezitatoren der Klassenstufen 5 und 7, welche zuvor die Vorausscheide in ihren Klassen für sich entschieden hatten, dem Urteil einer Jury. Diese bestand aus Fachlehrerinnen und dem Schüler Frederick Lindrath, der im letzten Jahr in der Klassenstufe 7 gewonnen hatte.
So unterschiedlich die Auswahl der Gedichte auch war, die motivierten Rezitatoren überzeugten
das Publikum und die Jury mit sicherer Textkenntnis und gelungener Vortragsweise. Dementsprechend fiel die Entscheidung schwer. In der Auswertung begründeten die Jurymitglieder ihr Urteil und lobten das Engagement aller Mitwirkenden. Mit Gutscheinen und Urkunden konnten am Ende alle Teilnehmer des Wettbewerbes geehrt werden.

Herzlichen Glückwunsch den Siegern!
Klassenstufe 5: Charlotte Töpritz 5a „Das Kind mit dem Gravensteiner“ von Detlev von Liliencron
Klassenstufe 7: Lara Schondau 7b „Der Handschuh“ von Friedrich Schiller
U. Schröder
Vorlesewettbewerb der 6. Klassen im Schuljahr 2022/2023
Am 14. November 2022 fand nach zweijähriger Coronapause wieder der Vorlesewettbewerb der Klassenstufe 6 statt. Alle Klassen waren dem Aufruf gefolgt und haben im Vorfeld ihren besten Klassenvorleser ermittelt. Die Jury, bestehend aus Herrn Mchedlidze, Herrn Leue, Frau Just und Frau Korn, hatte es wirklich nicht leicht.
Durchweg alle Beteiligten haben sehr viel Vorbereitung und Mühe in den ansprechenden, ausdrucksstarken Lesevortrag aus ihrem Buch investiert. So lagen nach dem Wahltext, der zu Hause vorbereitete wurde, alle Schüler fast gleichauf, sodass der Fremdtext die Entscheidung brachte. Gelesen wurde aus dem Jugendbuch „Krabat“ von Otfried Preußler.
Nils Rusche aus der Klasse 6E wird die Schule nun beim Kreisausscheid vertreten, wofür wir ihm schon jetzt ganz fest die Daumen drücken.
Noch einmal ein großes Dankeschön allen, die mitgemacht haben!
K. Korn
Einige Impressionen der Studienfahrt nach Würzburg im September 2023
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Projekttag Gedenkstätte KZ Buchenwald
Ist eine Gedenkstätte für Jugendliche eine Möglichkeit, Zugang zu Geschichte zu finden?
Am 28.11.2023 besuchten die zwölften Klassen unseres Gymnasiums die Gedenkstätte KZ Buchenwald. Mit diversen Vorträgen und Materialien, wie Fotos und Filme, wurden wir im Voraus gut auf das Thema Zweiter Weltkrieg und Konzentrationslager vorbereitet. Das führte zu Erwartungen, die wir an den Projekttag mitbrachten, denn Gedenkstätten gelten heutzutage oft als veraltet oder unmodern.
Da der Großteil des Konzentrationslagers, insbesondere die Häftlingslager, nicht mehr existiert, erhielten wir mithilfe eines 3D-Modells einen Überblick des weiträumigen Arbeitslagers. Von unserem Gruppenführer wurden uns unter anderem die Funktionen verschiedener Gebäude und das Belohnungssystem erklärt. Zudem wurden unsere Fragen geklärt, die möglicherweise nicht im Internet beantwortet werden können.
Wir erhielten einen Einblick in die Arrestzellen an dem Lagertor der Gedenkstätte KZ Buchenwald. Hierbei sah man, wie klein diese waren, und erfuhr, wie viele Menschen dort untergebracht wurden. Dies ermöglichte uns, ein erstes Verständnis für den damaligen Aufenthalt der Inhaftierten zu entwickeln.
Des Weiteren besichtigten wir das Krematorium und zwei Sezierräume. In diesen Räumlichkeiten waren das Unwohlsein und das bedrückende Gefühl stärker als gedacht. Keiner hätte sich zuvor vorstellen können, wie grausam die Menschen der NS-Führung gewesen sein konnten. Auch durch die Kälte, die wir trotz Winterkleidung spürten, verinnerlichten wir, wie stark die inhaftierten Menschen gequält wurden. Denn dazu gehörten nicht nur harte Arbeit, zu wenig Essen und Platzmangel, sondern auch bei den Appellen, die teilweise mehrere Stunden andauerten, draußen in der Kälte zu stehen und zu frieren. Wir entwickelten eine Vorstellung, wie das Leben und auch die Arbeit der Häftlinge ausgesehen haben müssen.
Im Anschluss an die Führung besichtigten wir eigenständig die Ausstellungen. Mit einer Ansammlung von persönlichen Gegenständen der Häftlinge, die in der Nachkriegszeit aufgefunden wurden, konnte einem erstmals bewusstwerden, wie wenig den Inhaftierten zur Verfügung gestellt wurde und in welch knapper Kleidung sie überleben sollten.
Unserer Meinung nach sollten die Möglichkeiten, Gedenkstätten zu besichtigen, auch weiterhin genutzt werden. Wir haben einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Nationalsozialismus erhalten. Durch den Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald wurde uns nicht nur das gesamte Thema über das Leben in Konzentrationslagern nähergebracht, sondern insgesamt die damalige Zeit Deutschlands vergegenwärtigt.
Lilly E, und Yara S., Klasse 12
Geschichtsexkursion - Buchenwald 2023
Am 28. November 2023 begaben wir, die 12. Klassen des Jahrgangs 2023/24, uns auf eine Geschichtsexkursion zu dem ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg nahe Weimar in Thüringen.
Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist und bleibt ein wichtiges Thema. Im Rahmen des theoretischen Unterrichts in der Schule kann diese Schreckenszeit aber schwer vorstellbar erscheinen, sodass die Exkursion einen wichtigen Bestandteil darstellt, um sich ein eigenes Bild und die Vergangenheit etwas greifbarer zu machen.
Am Dienstagmorgen fuhren wir in Köthen ab und nutzten die Fahrtzeit, uns Dokumentationen anzusehen und uns auf das Kommende einzustellen.
In Buchenwald angekommen, wurden wir unseren Guides zugeteilt und zunächst mit der Geschichte des Konzentrationslagers vertraut gemacht. Das reichte von der Lagebeschreibung der teils nicht mehr vorhandenen, teils noch bestehenden Gebäude bis hin zu Erzählungen von gescheiterten Fluchtversuchen und dem Verhältnis zwischen dem KZ und der Stadt Weimar.
Danach begannen wir die Führung über das Gelände. Wie schon in Köthen schneite es auch in Buchenwald. Während wir also trotz dicker Jacken und gewappnet mit Schals und Mützen wegen des beißenden Windes froren, wurde uns zusätzlich ins Gedächtnis gerufen, dass nicht einmal ein Jahrhundert vorher tausende KZ-Häftlinge die gleichen Straßen entlangliefen und im tiefsten Winter nur dünne Häftlingskleidung trugen.
Am Lagertor besichtigten wir den Arrestzellenbau und traten danach durch das Tor mit der Inschrift „Jedem das Seine“. Dieser Satz hat seine Ursprünge im Römischen Reich und war eigentlich ein Ausspruch für Gerechtigkeit, der von den Nationalsozialisten dazu genutzt wurde, die Häftlinge zu verhöhnen.
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Auf der anderen Seite des Tores im ehemaligen Häftlingsbereich wurde uns noch einmal das schiere Ausmaß der Isolation klar. Das ohnehin weitläufige Gelände wirkte noch größer durch die Fläche an Schnee, aber am Ende konnte man immer Zäune erkennen. Man fühlte sich einsam und vollkommen abgeschirmt.
Nach den Führungen hatten wir noch Zeit, uns selbst umzuschauen und die vielseitigen Ausstellungen zu besichtigen. Die Ausstellung des Konzentrationslagers entfaltet sich auf mehreren Etagen und bietet viele Informationen und Veranschaulichungsmaterial, sodass man sich eigentlich stundenlang nur damit beschäftigen und sich in Bestandsaufnahmen von Einzelschicksalen, zeitlichen Einordnungen und ausgestellten Dokumenten einlesen kann. Während einige von uns genau das taten, verschlug es andere auch wieder nach draußen oder in die Kunstausstellung, die Arbeiten zeigt, die sowohl während als auch nach der Zeit in Buchenwald entstanden sind.
Ebenso einen Besuch wert war die 1997 eröffnete Dauerausstellung zur Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2. Nachdem das KZ Buchenwald 1945 befreit wurde, wurde das Hauptlager umfunktioniert, um vor allem Funktionsträger der NSDAP aus der Nähe dort zu inhaftieren. Nach der Auflösung 1950 wurde das Speziallager in der DDR nicht thematisiert. Seit 1990 erinnert die Gedenkstätte Buchenwald an dieses Lager und seine Toten und leistet ihren Beitrag, die Geschichte aufzuarbeiten.
Als Zeichen des Respekts und Gedenkens legten einige unseres Jahrgangs auch Blumen nieder. Auf der Rückfahrt konnten wir das Erlebte reflektieren und einordnen, was durch den Film „Nackt unter Wölfen“, den wir schauten, unterstrichen wurde.
(Danika S., Antonia G., 12. Klasse)
Exkursion zum „Roten Ochsen“
Am 15.03.2023 besuchten wir, die Klasse 10B und 10C, nach einer entspannten Anreise mit dem Bus die Gedenkstätte „Roter Ochse“ in Halle (Saale). Die Dauerausstellung befindet sich in einem Nebengebäude des heutzutage immer noch genutzten Gefängnisses. Sie thematisiert die Opfer einer politisch motivierten Justiz der Jahre 1933 bis 1945 und 1945 bis 1989. Unmittelbar nach Ankunft führte uns der Gedenkstättenpädagoge und Historiker Niklas Poppe zum Hörsaal, in welchem er den Klassen die Geschichte des Gebäudes vortrug.
Im Anschluss daran hat uns Geralf Bochop, welcher einst selbst mehrere Jahre unter den Methoden der Stasi zu leiden hatte und sogar selbst Insasse war, von seinen Erfahrungen berichtet. Er schilderte wie er von der Stasi entführt und bedroht wurde, um als „Inoffizieller Mitarbeiter“ tätig zu werden. Durch diese Darstellungen konnten wir uns sehr gut in die damalige Situation hineinversetzten. Herr Bochop nahm sich außerdem die Zeit all unsere Fragen zu beantworten.
Nach einer kurzen Pause stand die eigentliche Ausstellung auf dem Tagesplan. Zuerst besichtigten wir die Ausstellung des Gefängnisses zur Zeit des Nationalsozialismus, welche für uns zwar nicht themenrelevant, aber dennoch äußerst interessant war. Nach einer halben Stunde wurden wir in die nächste Abteilung geführt. Diese widmete sich thematisch der Zeit in der das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) das Gefängnis leitete. Zu sehen waren beispielsweise die Waffenkammer (Bild 1) und ein Verhörraum (Bild 2). Außerdem waren ein Schachspiel und einige Kartenspiele, die von Insassen teils aus Brot und Zigarettenschachteln gebastelt wurden, ausgestellt (Bild 3).
Anschließend wurden wir zurück in den Hörsaal geführt, um uns der Analyse einer spezifischen Fallakte eines ehemaligen Insassen zu widmen. In der sollten wir verschiedene Fragen zur Situation, den Gründen der Inhaftierung oder auch dem Haftverlauf beantworten.
Nachdem wir mit der Auswertung unserer Arbeit circa 14 Uhr die Gedenkstättenbesichtigung vollendet hatten, brachte uns der Bus wieder nach Hause, wo wir bei einem plötzlichen Regenschauer den Heimweg antraten.
Der Ausflug war interessant und lehrreich. Dadurch konnten wir das Wissen aus dem Geschichtsunterricht noch besser einordnen und nachvollziehen.
Verfasser: Constantin Hohndorf, Elias Dornack, Nicolas Defée 10b
Die vergitterten Fenster des roten Backsteinhauses
Nutzbringend, aufregend, beeindruckend – der Tag der Exkursion im Fach Geschichte am 14.03.2023 an einen Ort der Repression.
Die Klassen 10 a und 10 d besuchten mit den Fachlehrern Frau Bochert und Herrn Barner die Gedenkstätte Moritzplatz in Magdeburg.
Leidgeprüft, jammerbleich, angstverzweifelt – die hier inhaftierten Opfer politischer Gewalt während der sowjetischen Besatzung und in der DDR durch die Justiz, die Deutsche Volkspolizei und die des Ministeriums für Staatssicherheit.
Frühfrostpfahl, schauderhaft, gespenstisch – der Rundgang durch die authentischen Bereiche der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt, mit Zellen, Verhörraum und „Freilaufkäfig“.
Qualbeladen, schonungslos, herzaufwühlend – die Zeitzeugenberichte ehemalig Inhaftierter, dargestellt und veranschaulicht in Videoclips.
Zielstrebig, sattelfest, vielseitig – die abschließende Projektarbeit in Gruppen mit anschließender Ergebnispräsentation.
Und zu guter Letzt – dickes Lob und herzlichen Dank an Veranstalter und Lehrer.
Froh über diese Möglichkeit der historisch - politischen Bildung und wohlwissend, dass dies nicht selbstverständlich ist – im Namen aller Schülerinnen und Schüler,
Anni Oschmann

Fachpraktikum der 5. Klassen
In der Woche vom 4. bis 8. September 2023 besuchten die 5. Klassen die Prähistorische Sammlung im Schlossmuseum, um dort ihr Fachpratikum zu den gegenständlichen Quellen zu absolvieren.
Nach einem interessanten Vortrag von Frau Pick zu den besonderen archäologischen Funden unserer Region, konnten die Schüler auch selbst "Hand anlegen". Ob am historischen Steinbohrer oder an der Getreidemühle...; es blieben keine Fragen offen.
Besonders spannend war für viele Schüler ein Grab mit Skelett und Beigaben aus der Glockenbecherkultur. Bloß gut, dass alles sicher unter Glas ausgestellt war..., wird sich mancher Schüler gedacht haben.
In Auswertung des Gesehenen und Gehörten stand dann noch Detektivarbeit an, denn alle sollten sich einen Gegenstand ihrer Wahl heraussuchen und genauer untersuchen, was gar nicht so einfach war.

Am Ende der kurzweiligen zwei Stunden bleibt nur noch ein Dankeschön an die Museumsleitung und natürlich an Frau Pick, die sich immer um Antworten auf alle Fragen bemüht hat.
Herr Leipziger, Fachschaft Geschichte
Frühstück mit Politiker
Am Dienstag, den 14.02.2023 luden wir im Rahmen des Sozialkundeunterrichts den Bundestagsabgeordneten und 1. parlamentarischen Geschäftsführer Jan Korte (Die Linke) zu uns in die Schule ein. In lockerer Runde und bei einem gemütlichen Frühstück hatten wir die Chance, unsere Fragen zu stellen und über gewisse Themen zu diskutieren.
Eigentliches Thema des Unterrichts war „Inszenierung von Politik“. Ein ideales Medium, um sich als Politiker zu inszenieren, ist das Internet, sowie die sozialen Netzwerke. Es wurden viele Fragen zu der Nutzung dieser Medien als Politiker gestellt. Hinzu kamen Fragen, wie „Sind die Stühle im Bundestag bequem?“ oder „Passiert es auch mal, dass jemand während einer Debatte einschläft?“ Auch solche Fragen hat Korte locker und mit einem Lächeln beantwortet.
Ebenfalls verriet er uns, in welches Lokal er nach einem Arbeitstag gerne hin geht, um dort ein paar Bierchen mit seinen Freunden und Kollegen zu trinken. Seine Meinung zu gewissen Themen hat er uns ganz offen mitgeteilt, woraufhin viele ebenfalls ihren Standpunkt dazu verrieten und wir so zu einer Gesprächsrunde kamen. Begleitet wurden wir von der MZ, welche am Tag darauf einen tollen Artikel dazu schrieb.
Die Stunde verging ziemlich schnell und abschließend hat uns Jan Korte in den Bundestag nach Berlin eingeladen.
Wir bedanken uns noch einmal bei Herrn Korte, für das nette Gespräch und die Einladung.
Jonas Röse-Oberreich
Soz01







